Deutz, Neumitglied im Value-Stars-Deutschland-Index, konnte mit den Zahlen für 2024 und der Prognose für die laufende Periode zwar nicht vollends überzeugen, aber eine günstige Bewertung bei zugleich großer Fantasie aus dem Rüstungsgeschäft schaffen großes Potenzial und haben die Aktie bereit kräftig anspringen lassen.
Zurzeit ist die Deutz-Aktie nichts für schwache Nerven. Tagesschwankungen von 10 % und mehr waren zuletzt keine Seltenheit. Per Saldo hat sich unsere Aufnahme in den Value-Stars-Deutschland-Index aber gelohnt, denn seit dem Kauf vor drei Wochen hat das Papier bereits um 33 % zulegt. Ursächlich dafür ist vor allem, dass die Börse den Motorenbauer als Profiteur der geplanten staatlichen Sondervermögen für Militär und Infrastruktur ansieht.
Umso negativer hat der Kurs zunächst auf die jüngsten Zahlen der Kölner reagiert. Dass für 2024 ein konjunkturell bedingter Rückgang des Umsatzes um 12,1 % auf 1,81 Mio. Euro und des bereinigten EBIT um 46,6 % auf 76,6 Mio. Euro zu Buche steht, dürfte bereits erwartet worden sein. Für größere Enttäuschung mag die Prognose gesorgt haben, die im Mittel „nur“ einen Anstieg des Umsatzes auf 2,2 Mrd. Euro und des EBIT auf 121 Mio. Euro vorsieht, was zumindest ertragsseitig den Einbruch aus 2024 noch nicht ganz wettmacht. Allerdings betonte der Vorstand, dass diese Prognose noch keine Effekte aus den Sondervermögen enthält, obwohl Deutz erhebliche Marktchancen darin sieht – die sich nur noch nicht beziffern lassen.
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